Dr. Thomas Wittenberg

Am 24.03.2015 startet das ICCAS seine diesjährige Seminarreihe mit einem öffentlichen Vortrag von PD Dr.-Ing. Thomas Wittenberg vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Erlangen. Der Wissenschaftliche Leiter der Abteilung „Bildverarbeitung und Medizintechnik“ sowie Leiter der Forschungsgruppe „Biomedizinische Forschung“ am IIS wird zum Thema „Computergestützte Bildverarbeitung und Mustererkennung für die diagnostische und interventionelle Endoskopie“ referieren. Wir freuen uns auf den spannenden Beitrag über neueste Möglichkeiten computergestützter endoskopischer Verfahren und Anwendungen, zu der wir alle Interessenten herzlich in die Liebigstraße 20 einladen.
 
 
 
 

Datum: 24. März 2015

Uhrzeit: 17-18 Uhr

Veranstaltungsort: Leipzig University Hospital, Haus 4, Seminarraum 0015/0016 „Glaskasten“, Liebigstraße 20, Leipzig

Inhalt: In diesem Beitrag werden neue Möglichkeiten skizziert, Inhalte endoskopischer Bilder automatisch auszuwerten und die daraus extrahierte Information für die Dokumentation, Diagnose sowie die Therapie zu nutzen.
Einsatzmöglichkeiten dieser neuen Verfahren der digitalen Bildbearbeitung und -analyse sind die automatische Bildverbesserung, Bildrektifizierung rotierter Ansichten, neue Möglichkeiten der Ansichtenerweiterung durch Panoramaendoskopie und Überlagerung endoskopischer Ansichten mit präoperativen Bild- und Planungsdaten, sowie die Computer-Assistierte Detektion von Tumorvorstufen und Tumoren (CADe) und die Computer-Assistierte Diagnose (CADx). Da diese neuen Möglichkeiten der Endoskopie inhärent mit der Nutzung von Computern verbunden sind, können diese Verfahren auch als Computer-integrierte Endoskopie bezeichnet werden.

Link – Short Vita PD Dr. Thomas Wittenberg

02. Januar 2015

In der Januarausgabe des Deutschen Ärzteblattes gibt ICCAS-Nachwuchsgruppenleiterin Dr. Kerstin Denecke Auskunft über den derzeitigen Forschungsstand sowie Ausblicke der Forschungsgruppe „Digitales Patienten- und Prozessmodell“. Deren Wissenschaftler arbeiten seit zwei Jahren in enger Zusammenarbeit mit Medizinern des Universitätsklinikums Leipzig an der Erstellung modellbasierter Systeme, die ärztliche Therapieentscheidungen erheblich unterstützen können.

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15. Januar 2015

Ende des Jahres 2014 fand am ICCAS ein weiterer wichtiger Workshop zu Teilprojekten des Verbundprojektes OR.NET – sichere und dynamische Vernetzung in Operationssaal und Klinik – statt. Im Focus der Teilnehmenden aus Industrie und Forschung standen die IT-Integration und Vernetzung im Operationssaal.

Der zweitägige Workshop, dessen Leitung Max Rockstroh innehatte, beschäftigte sich umfassend mit der Modellierung von medizinischen Geräten und Softwaresystemen nach internationaler Normung. Im Vordergrund standen die Vorbereitung der Implementierung der Demonstratoren sowie die Unterstützung von Standardisierungsmaßnahmen.
An dem seit Ende 2013 am ICCAS entwickelten klinischen Demonstrator sollen zum Ende der Projektlaufzeit im August 2015 beispielhafte Implementierungen zur sicheren und dynamischen Integration und Vernetzung von Medizinprodukten – mit und ohne Echtzeitanforderungen untereinander und mit IT-Systemen im OP-Umfeld – möglich werden. Diese sollen anschließend von Klinikbetreibern als auch von Ärzten und dem OP-Personal evaluiert werden.

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16. Dezember 2014

Am 08. Dezember eröffnete Prof. Jürgen Meixensberger in der Semmelweisstraße 14 das alljährliche Statusseminar und die Beiratssitzung des ICCAS mit Grußworten an die Mitarbeiter und geladenen Gäste, zu denen u.a. die ICCAS-Vorstands- und Beiratsmitglieder aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie der Prodekan der medizinischen Fakultät Prof. Ingo Bechmann gehörten. Anschließend übergab er das Wort an ICCAS-Direktor Prof. Andreas Melzer, der im September dieses Jahres sein Amt antrat und seitdem die Fäden des ICCAS in seinen Händen hält. Prof. Melzer stellte die Vorhaben zur Weiterentwicklung des ICCAS-Konzeptes vor, wobei wichtige Aspekte eine stärkere Verzahnung mit anderen medizinischen Forschungseinrichtungen sowie der Ausbau von Kooperationen mit dem Industriesektor sind. Zudem erläuterte Prof. Melzer die Einbettung seines Forschungsfeldes Magnetresonanz-geführter fokussierter Ultraschall (MRgFUS) in die Forschungslandschaft des ICCAS. Prof. Bechmann lobte die Arbeit des ICCAS und sicherte von Seiten der medizinischen Universität Unterstützung für die weiteren Vorhaben zu. Auch aus den Reihen der Mediziner des Universitätsklinikums Leipzig gab es große Wertschätzung für die bereits geleisteten Erfolge. Leipzig ist ein besonderer Standort, an dem die Interessen und Probleme der Chirurgen im Zeitalter der Digitalisierung und Datenkomplexität wahr- und ernst genommen werden. Das ICCAS trägt dazu bei, dass die chirurgische Arbeit erheblich unterstützt wird und nicht zuletzt die Patienten davon profitieren. Dies sind die Früchte einer langjährigen, engen, interdisziplinären Zusammenarbeit.

Es folgte eine Präsentationsrunde der Forschungsfelder Modellbasierte Automation und Integration (MAI), Digitales Patienten- und Prozessmodell (DPM) und Standards (STD) durch die Projektleiter. Viel wurde erreicht im fast vollendeten Jahr 2014, viele Vorhaben hält das neue Jahr bereit. So wurden Projekte, wie Standards, Patientensimulationssysteme und Defektklassifizierung der Halswirbelsäule (HWS) verabschiedet, deren Laufzeit sich dem Ende neigt und neue Projekte vorgestellt, die nun starten werden – z.B. das Projekt ONCOCONTROL, welches die erfolgreiche Entwicklung im Bereich Informations- und Managementsysteme in der Tumortherapie fortsetzen wird.

Über den Stand der Forschung in den einzelnen Forschungsfeldern wurden die Gäste anhand von Life-, Multimedia-, PowerPoint- und Posterpräsentationen informiert. So ließen die Wissenschaftler der DPM-Gruppe ihre Vision von einem Computersystem, das im Jahr 2025 den Chirurgen im Operationssaal bei schwierigen Therapieentscheidungen unterstützen soll, in einem Video Wirklichkeit werden. Die Ergebnisse des PascAL Projekts wurden anhand einer Demonstration der Videolaryngoskopie am neu entwickelten Trainingssimulator vorgestellt. Erik Schreiber fasste die erfolgreiche Arbeit der Standards-Gruppe zusammen, die maßgeblich zur Etablierung der IHE Domäne für die Chirurgie sowie zur Entwicklung wichtige IHE-Profile beitragen konnte. Projektübergreifend werden die Ergebnisse auch weiterhin Einfluss auf Entwicklungen am ICCAS haben. Sandra von Sachsen stellte die erfolgreiche Forschungsarbeit der HWS-Gruppe vor, die sich mit der Erstellung eines Modells zur verbesserten Diagnostik und Therapie bei Erkrankungen der Halswirbelsäule beschäftigte. Den Abschluss der Präsentationen bildete die Demonstration von Nachwuchswissenschaftlern der MAI-Gruppe zu Weiterentwicklungen in der modellbasierten Automation für die intraoperative Assistenz.

Die abwechslungsreiche Veranstaltung, deren Themen reichlich Stoff für Diskussionen über Nutzen und Anwendung hochtechnischer Systeme nicht nur im operativen Bereich bot, endete mit der Zusammenkunft des ICCAS-Beirates, dessen hochkarätige Mitglieder aus Wissenschaft und Industrie die Forschungsarbeit des ICCAS jährlich evaluieren.
Gedankt sei allen Gästen und Mitarbeitern für die gelungene Beiträge, konstruktiven Diskussionen, Ideen und Lösungsvorschläge, die das ICCAS mit in das 10. Jahr seines Bestehens nehmen wird.

Das ICCAS wünscht allen ein besinnliches Weihnachtfest und ein gesundes neues Jahr!