06.03.2017

Im September letzten Jahres weilte für ein erstes Kennenlernen eine japanische Delegation des Projektes „Smart Cyber Operating Theater“ (SCOT) am ICCAS. Das Projekt des Instituts für Advanced Biomedical Engineering & Science an der „Tokyo Women’s Medical University“ beschäftigt sich – ähnlich dem deutschen OR.NET-Projekt – mit der Konzeption und dem Bau eines integrierten Operationssaales. Beide Schwesternprojekte sind in ihren Vorhaben und bisherigen Leistungen auf diesem Gebiet weltweit einzigartig.

Nun fand der Gegenbesuch in Tokio statt. Im Rahmen eines bedeutenden Medizintechnik-Symposiums unterbreiteten Prof. Thomas Neumuth, Stefan Franke und Erik Schreiber den Teilnehmern aus japanischer Industrie und Wissenschaft die Arbeiten des ICCAS zur offenen OP-Vernetzung. Ein anschließender Workshop diente dem Ausloten von Synergien zwischen den deutschen und japanischen Aktivitäten hinsichtlich der Entwicklung von Integrationstechnologien im OP-Bereich. Die Besichtigung des SCOT-Demonstrators war ein weiterer Programmpunkt des Gastaufenthaltes. Dabei handelt es sich um einen robotergestützten, integrierten Operationssaal mit intraoperativem MRT, der für die Behandlung von Hirntumoren optimiert wurde. Das Thema „Geräteinteroperabilität“ auf Basis internationaler Standardisierungsprozesse, insbesondere im Rahmen von IHE, wurde während eines abschließenden Workshops gemeinsam mit Industrievertretern diskutiert.

Der Besuch ergab viele Schnittpunkte und Ideen, die für eine zukünftige Zusammenarbeit sprechen.