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MR-Thrombose-Theragnostik

MR-gestützte minimal-invasive Diagnostik und Therapie von Thrombosen

Projektbild

Projektinhalt

Thrombosen können mittels einer Thrombektomie minimal-invasiv entfernt werden. Häufig wird zur Prophylaxe einer Lungenembolie zusätzlich ein Vena Cava Filter (VCF) eingesetzt. Solche Eingriffe werden kontinuierlich mittels Röntgen-Fluoroskopie und unter Verwendung von jodhaltigen Kontrastmitteln visualisiert. Aufgrund der ionisierenden Strahlung und möglicher Nierenschädigungen durch die Kontrastmittelgabe entstehen gravierende Nachteile und Gesundheitsrisiken für Patient*innen und ärztliches Personal – insbesondere für die Risikogruppe der schwangeren Frauen: hier steigt das Risiko, das ungeborene Kind langfristig zu schädigen.

Ziel des Verbund-Projektes MR-Thrombose-Theragnostik ist die Erforschung einer Magnet Resonanz (MR)-gestützten Diagnose und minimal-invasiven Therapie von Thrombosen. Hierdurch werden die Nachteile von bestehenden Verfahren zur Thrombektomie und Im-/Explantation von VCF – erbgutschädigende Röntgenstrahlung und nierenschädigende Kontrastmittel – vollständig vermieden. Das ICCAS untersucht hierzu MR-taugliche Nitinolkonstrukte hinsichtlich optimierter Fertigungsverfahren und dazu passende MRT-Sequenzen, um die Visualisierung des MR-Thrombose-Theragnostik-Systems zu gewährleisten. So soll u.a. ein VCF entwickelt werden, der anstelle lokaler Störartefakte eine Signalverstärkung erzeugt. Außerdem wird ein geeigneter klinischer Workflow entwickelt und an einem Patientenmodell evaluiert.

Projektleiter

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