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Forschungsbereich

Modellbasierte Medizin und intelligenter Operationssaal

Prof. Dr. Thomas Neumuth

Projektleitung

Prof. Dr. Thomas Neumuth

Projektkoordination

Dr. Stefan Franke

Partner

    XITASO GmbH
    Erbe Elektromedizin GmbH

Förderer

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headline-markerORTwinConnect

ORTwinConnect – digitale Zwillinge für den vernetzten Operationssaal

Im Projekt ORTwinConnect entstehen digitale Zwillinge für Medizingeräte und OP-Abläufe im vernetzten Operationssaal. Grundlage dafür ist die Gerätekommunikation nach IEEE 11073 SDC, über die Medizingeräte verschiedener Hersteller interoperabel Daten bereitstellen können. Auf dieser Basis werden Geräteinformationen, Zustände, Funktionen und Nutzungsdaten in standardisierten digitalen Zwillingen abgebildet. Dafür nutzt ORTwinConnect die IDTA Asset Administration Shell (AAS) als strukturierte Verwaltungsschale für digitale Repräsentationen. 

Ziel ist es, nicht nur einzelne Geräte digital zu beschreiben, sondern ihr Zusammenspiel im OP-Kontext verständlich und auswertbar zu machen. Die Kombination aus IEEE 11073 SDC und IDTA AAS soll es ermöglichen, Geräte, Arbeitsabläufe und relevante Prozessinformationen einheitlich digital abzubilden. Dadurch können klinische Abläufe transparenter analysiert, Gerätezustände besser nachvollzogen und neue Ansätze für Workflow-Unterstützung, Dokumentation und Gerätemanagement entwickelt werden. Die entwickelten Lösungen werden in realitätsnahen Demonstrator-Umgebungen in Leipzig und Reutlingen erprobt.  

Das ICCAS übernimmt im Projekt die klinische Perspektive und die Übertragung der technischen Konzepte in konkrete OP-Anwendungsszenarien. Dazu analysiert das Team gemeinsam mit klinischen Anwenderinnen und Anwendern relevante Arbeitsabläufe im Operationssaal, modelliert diese als digitale Workflows und verknüpft sie mit den digitalen Zwillingen der Geräte. Ein Schwerpunkt liegt auf der Integration eines intraoperativen Workflow-Managements, das Geräteinformationen und klinische Prozessschritte zusammenführt. Am ICCAS werden die entwickelten Komponenten zudem in einer realitätsnahen Entwicklungs- und Testumgebung integriert, getestet und gemeinsam mit klinischem Personal sowie Klinikbetreibern evaluiert. Der praktische Nutzen digitaler Zwillinge im OP und das Potential der Projektergebnisse für klinische Anwendungen werden abschließend gemeinsam mit der DiiC-Community analysiert und bewertet.  

Dieses Projekt wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen der DATIpilot-Innovationscommunity „DiiC – Digitale Integration und Innovation in der Chirurgie“ gefördert.